Keine öffentlichen WC-Anlagen in unseren Gewerbegebieten.

Bild von E. Westendarp (Pixabay)

In einer Pressemitteilung zum Thema „Wildes  LKW-Parken im Innovationspark“ bestätigt der erste Beigeordnete Michael Schneider, dass die Gemeinde nicht mehr beabsichtigt, mobile oder stationäre Toiletten- oder Waschgelegenheiten in den Gewerbegebieten einzurichten. Ursprünglich hatte dies CDU und FWG in einem gemeinsamen Antrag  geplant und bereits Haushaltsmittel  dafür eingestellt.

Die SPD begrüßt diese Entscheidung. Sie hatte bereits früh vor den Konsequenzen öffentlicher WC-Anlagen gewarnt, weil damit zusätzlicher LKW-Verkehr von der Autobahn A61 in die Gemeinde gezogen würde.

„Es war uns klar, dass die Einrichtung solcher Anlagen bei dem knappen Angebot an Parkplätzen für LKW an der A 61 quasi eine Einladung für die LKW-Fahrer darstellt“, so Hubert Münch. Im Gemeinderat hatte er damals die SPD-Position klar formuliert: „Wir müssen alles verhindern, was den LKW-Verkehr verursacht und alles fördern, was ihn vermeidet bzw. reduziert. Der Schwerlast-Verkehr darf nicht in die Gemeinde und auf unsere engen Gemeindestraßen gezogen werden. Daher: Keine LKW-Parkplätze mit WC Anlagen, keine Ausweitung von Gewerbeflächen und auch kein FOC. Verkehrstechnisch hat die Gemeinde ihre Grenzen erreicht.“

„Es ist auch nicht Aufgabe der Gemeinde, Parkplätze für LKWs zu schaffen und zu bezahlen. Rund 400.000 € hätte die Gemeinde für WC/Sanitäranlagen in den Gewerbegebieten investieren müssen. Hinzugekommen wären noch erhebliche Personalkosten für die Reinigung und Unterhaltung. Wir begrüßen sehr, dass die Gemeinde nun Abstand von dieser Idee nimmt“, so Udo Klein, Vorsitzender der SPD Grafschaft.

Und er ergänzt: „Trotz Halteverbots wird bereits heute – besonders in den Abendstunden – im Bereich der Zufahrt zu Haribo wild geparkt, um dort zu übernachten. Selbst Verwarnungsgelder scheinen dies nicht verhindern zu können. Wir müssen daher über andere zielführende Maßnahmen nachdenken, dieses Parkverbot für LKW durchzusetzen. Und wir müssen den Druck für den geplanten Ausbau des Rastplatzes Goldene Meile erhöhen. Hier ist der Bund mit dem zuständigen Ministerium in der Pflicht.“

Bericht in Bonner Generalanzeigr dazu: