Am 6. September fällt eine Richtungsentscheidung: Bleibt Sachsen-Anhalt eine gefestigte Demokratie – oder übernimmt die AfD erstmals Regierungsverantwortung?
Das Programm der AfD in Sachsen-Anhalt ist kein „Protest“, sondern ein Angriff auf demokratische Grundprinzipien. Es propagiert ein völkisches Gesellschaftsbild und zielt auf mehr Druck gegenüber Andersdenkenden. Im Kern steht die Vorstellung eines homogenen „deutschen Volkes“ – auf Kosten von Minderheiten, Meinungsfreiheit und demokratischer Kontrolle. Zugleich wird ein tiefgreifender Staatsumbau angestrebt: weniger Freiheit, ein geschwächter Rechtsstaat, mehr Einschüchterung.
Konkret steht im Raum:
- politischer Einfluss auf Schulen
- „Bürgerwacht“ – ein Einfallstor für Selbstjustiz
- Schwächung von Rechtsstaat und Verfassungsschutz
- Entzug von Mitteln für Kirchen, Vereine und politische Bildung
- „Remigration“: Abschiebungen, Entrechtung, Druck auf Unterstützende
Die AfD Sachsen-Anhalt wird seit 2023 vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft – und liegt dennoch bei rund 38 %.
Rechtsextremismus ist kein rein ostdeutsches Phänomen, sondern ein gesamtdeutsches Problem. Nach Angaben von Verfassungsschutzberichten und aktuellen Einstufungen (Stand Frühjahr 2026) wurden mehrere AfD-Landesverbände als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Zu diesen gehören:
- Thüringen
- Sachsen-Anhalt
- Sachsen
- Brandenburg
- Niedersachsen
Andere Landesverbände wurden teilweise als Verdachtsfälle geführt.
Die Einstufung als „gesichert rechtsextremistisch“ bedeutet, dass die Landesämter für Verfassungsschutz nach Auswertung zahlreicher Belege (wie Äußerungen von Funktionären) davon ausgehen, dass diese Verbände aktiv gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeiten.
Zusätzlich hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die gesamte AfD auf Bundesebene als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Das ist kein Randphänomen mehr. Und kein Spiel. Unterschätzung und Resignation helfen genau denen, die daraufsetzen.

