SPD-Grafschaft fordert sichere Radwege zum Are-Gymnasium

„Beschädigte Wege und widersprüchliche Beschilderung gefährden Schülerinnen und Schüler“

Aufgrund zahlreicher Klagen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Unteren Grafschaft, hat sich die SPD-Grafschaft die Radwegeverbindung von Nierendorf über Leimersdorf und Oeverich zum Innovationspark Rheinland angesehen. Dieser wird auch von zahlreichen Schülerinnen und Schüler tagtäglich als Schulweg zum ARE-Gymnasium genutzt.

Beim Ortstermin wurden erhebliche Mängel am Zustand der Wege und eine widersprüchliche Beschilderung festgestellt. Unter anderem ist der neu asphaltierte Radweg zwischen Nierendorf und der KiTa Leimersdorf durch landwirtschaftlichen Verkehr verschmutzt. Teilweise wurde bis an den Weg heran gepflügt. Der Abschnitt zwischen Leimersdorf und Oeverich wurde offenbar durch Bauarbeiten bei der Verlegung von Stromkabeln stark beschädigt und ist für Fahrräder unpassierbar.
Zwischen Oeverich und dem ARE-Gymnasium weist der Weg nach Verlassen des Ortes erhebliche Schäden durch landwirtschaftliche Arbeiten auf. Der bereits befestigte Abschnitt Richtung Innovationspark ist durch zahlreiche Schlaglöcher beeinträchtigt. „Insgesamt stellen Schlaglöcher, beschädigte Wegränder und aufgerissene Bankette insbesondere bei Nässe und Dunkelheit erhebliche Unfallgefahren dar“, bemängelt Claus Hartmann, Vorsitzender der SPD-Grafschaft. „Umso schlimmer ist dies, da eine zumutbare alternative Route ohne Nutzung der L79 nicht zur Verfügung steht.“

Zusätzlich sorge die Beschilderung für Verunsicherung: Während die Wege von Nierendorf und Leimersdorf kommend als Radwege ausgewiesen sind, untersagen Schilder auf der Rückfahrt die Nutzung durch Fahrräder. Lediglich landwirtschaftlicher Verkehr ist freigegeben. „Diese widersprüchliche Regelung irritiert und ist nicht nachvollziehbar“, so SPD-Ratsmitglied Günter Bach aus Nierendorf.
Die SPD-Grafschaft fordert daher eine eindeutige und rechtssichere Beschilderung. „Sollte eine vollständige Ausweisung als Radweg noch nicht möglich sein, sollte zumindest eine Freigabe dieser Abschnitte für den Rad- und Mofaverkehr durch das Zusatzzeichen „Radverkehr und Mofas frei“ erfolgen. Dann muss jedoch auch deutlich werden, an welcher Stelle der offizielle Radweg endet. An der Querung der L79, oberhalb des Are-Gymnasiums, sollte ein Verkehrszeichen 138 “Radfahrer / Radverkehr“ angebracht werden“, so Ralf Spieckermann, der den Weg mit abgefahren ist.

„Prioritätenliste hin oder her. Hier muss die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler oberstes Gebot sein. Egal auf welchem Weg wir es umsetzen, wir brauchen eine zeitnahe Instandsetzung der beschädigten Wege, vielleicht ist dies auch mit „Bordmitteln“ möglich. Zudem brauchen wir eine eindeutige Beschilderung und regelmäßige Kontrollen. Sichere Schulwege müssen gewährleistet sein“, fordern Claus Hartmann und SPD-Fraktionschef Hubert Münch unisono.

„Um eine schnelle Umsetzung zu erreichen, hat sich die SPD-Fraktion mit der Bitte um Unterstützung an Bürgermeister und Verwaltung gewendet. „Sollten im Haushalt 2027 hierfür noch zusätzliche Mittel benötigt werden, wird die SPD-Fraktion diese beantragen“, so Hubert Münch.

Auf dem Foto:Günter Bach, Claus Hartmann, Ralf Spiekermann